Forschung zu kompetenzorientierten Anforderungsprofilen im Öst. Rettungsdienst

25. Oktober 2020

Laut dem Abstract liegt die Ausbildungsdauer des präklinisch im Einsatz befindlichen Personals in Österreich beträchtlich unter dem internationalen Durchschnitt, wobei auch innerhalb der Staatsgrenzen regionale Disparitäten verortet werden können. Die Tendenz geht oft sogar so weit, dass die höchste Ausbildungsstufe, NKI, nicht ausgebildet oder rezertifiziert wird. Die Intention dieser Arbeit ist es, fehlende Grundlagen für die schon bestehenden Ausbildungen zu liefern.  Die zentrale Frage, welcher im Zuge der Arbeit nachgegangen wird, ist: Was müssen RettungssanitäterInnen und NotfallsanitäterInnen NKI im Österreichischen Rettungsdienst können, um PatientInnen kompetent versorgen zu können? 

Diese Frage soll in Form von kompetenzorientierten Anforderungsprofilen für RS und NKI beantwortet werden. RS werden als für den Krankentransport zuständig beschrieben und leisten grundlegende Maßnahmen im Basic Life Support. NKI hingegen werden definitorisch in der Notfallrettung eingesetzt und werden selbst oder als Teil von Teams bei lebensbedrohlichen Erkrankungen im Advanced Life Support tätig.

Neben den ausbildungsspezifischen Gründen für eine Auseinandersetzung mit dieser Thematik sprechen auch etliche andere Faktoren dafür, endlich darzulegen, was präklinisch im Einsatz stehendes Personal in Österreich wirklich können muss. Die im Sanitätergesetz von 2002 vorgeschriebenen Ausbildungsinhalte bilden nämlich nur einen Bruchteil dessen ab, was in der Realität geleistet werden muss, und sind überwiegend fachlich orientiert. Ein Großteil der Anforderungen und Kompetenzen von SanitäterInnen bleiben unerwähnt.  Zu diesen Umständen gesellen sich allerdings auch noch etliche Faktoren, die neue Denkansätze für den Rettungsdienst bedingen wie beispielsweise demografische Entwicklung oder NotärztInnenmangel. Grundlagenforschung im Bereich des nicht-ärztlichen Rettungsdienstes war demnach notwendig, um zukünftig eine kompetente PatientInnenversorgung durch SanitäterInnen zu gewährleisten.

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Quelle:
Karl-Franzens-Universität Graz (Link)
Kontakt zum Autor Andreas Schober: andischober@yahoo.at