Berichterstattung über Rettungsdienst in Österreich

28. Mai 2015

Der kritische Beitrag, der einige Inputs aus einer wissenschaftlichen Arbeit mit dem Titel “Rettungsdienst in Österreich – Herausforderungen an Ausbildung und strukturelle Entwicklung” zog, stellt aktuelle Defizite dar und mahnt ein, nicht dem Ehrenamt, sondern dem Patientenwohl den Vorrang einzuräumen.

Im Detail beleuchtet der Beitrag, welche Berufsgruppen im österreichischen Rettungsdienst primär zur Versorgung von (Notfall-)Patienten eingesetzt werden. Die Conclusio lautet, dass der Ausbildungsstand des eingesetzten Personals nicht dem Stand eines geforderten Versorgungsniveaus entspricht. Auch der Versuch, dieses System im Bundesland Tirol aufgrund einer Neuausschreibung und somit Neuorganisation den modernen Anforderungen anzupassen, sei als gescheitert anzusehen, so eine der Kernaussagen des Artikels.

Ein Beitrag, der durchaus einen Wahrheitsgehalt in sich trägt und zur kritischen Hinterfragung des Systems anregt. Rettungsdienst ist jedoch aufgrund seiner föderalen Struktur und aufgeteilter Finanzierung eine komplexe Angelegenheit. Eine Systemadaptierung setzt eine kritische Evaluierung sowohl des eingesetzten Personals (Rettungssanitäter, Notfallsanitäter und Notärzte) als auch des zur Verfügung stehenden Equipments (Einsatzfahrzeuge, Medizinprodukte, Arzneimittel) voraus und müssen auch die Finanzierungsaspekte mitbedacht werden. Systemüberlegungen wurden beim 2. ÖGERN Symposium im November 2014 breit diskutiert und im Anschluss publiziert (siehe Link unten). Darin können auch Lösungsideen für ausgewählte Fragen nachgelesen werden.

 

Links:

Beitrag online auf NZZ.at

Masterarbeit zu “Rettungsdienst in Österreich – Herausforderungen an Ausbildung und strukturelle Entwicklungen

2. ÖGERN-Tagung zu System- und Haftungsfragen in der Notfallmedizin samt Publikationshinweis